DK-II Siedlungsabfalldeponie als Ursprung des Entsorgungszentrums „Alte Schanze“ …

Zwischen den Paderborner Stadtteilen Elsen und Wewer erstreckt sich das Entsorgungszentrum über ein Gebiet von knapp 150 Hektar inkl. Erschließungs- und Freiflächen. Die planfestgestellte Deponiefläche beträgt zirka 90 Hektar. Im Mai 1979 wurde die seinerzeitige Kreismülldeponie für Siedlungsabfälle (u.a. Haus- und Sperrmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle) in Betrieb genommen. In den 1990er Jahren bis zum jetzigen Zeitpunkt ist die kreiseigene Zentraldeponie sukzessive zu einem modernen Entsorgungszentrum ausgebaut worden. Der Ausbau nach dem „Stand der Technik“ schafft die Voraussetzung für eine eigenständige und unabhängige Kreislauf- und Abfallwirtschaft des Kreises Paderborn. Alle abfall-, wasser- und immissionsschutzrechtlichen Anforderungen des Bundes werden hierbei konsequent umgesetzt.

Anforderungen an den Grundwasserschutz

Multibarrierensystem zum Schutz des Grundwassers

Zum Schutz des Grundwassers und gemäß den rechtlichen Anforderungen der Deponie-Verordnung sind die Deponie-Schüttflächen (DK II) seit den 1990er Jahren mit einem Multibarrierensystem (Geologische Barriere/Mineralische Basisabdichtung/Kunststoffdichtungsbahn /Schutzvlies/ Entwässerungssystem) ausgestattet worden.

Die anschließende Sickerwassererfassung und -ableitung erfolgt mit Hilfe eines 400 m langen Tunnels auf der Deponiesohle.

In einem verzweigten Drainagesystem (geschlitzte PEHD-Rohre im Kiesbett) werden die schadstoffhaltigen Sickerwässer in einem 400 m langen und befahrbaren Tunnel kontrolliert erfasst und im Rohrleitungssystem zur benachbarten Sickerwasseraufbereitungsanlage im freien Gefälle weitergeleitet.